Besondere Trau- und Segensfeste auf dem "Wurstmarkt" in Bad Dürkheim und in Ludwigshafen
Von Lore Dohrenbusch
BAD DÜRKHEIM/ LUDWIGSHAFEN - Bei evangelischen Trau- und Segensfesten in Bad Dürkheim auf dem Wurstmarkt und in Ludwigshafen in der Melanchthonkirche haben Ehepaare “Ja” zueinander gesagt.
Am zweiten Samstag des Wurstmarkts in Bad Dürkheim haben sich 14 Paare von Pfarrerinnen und Pfarrern der pfälzischen Landeskirche bei strahlendem Spätsommer-Sonnenschein trauen und 48 segnen lassen. Drei Paare der 14 ließen sich spontan trauen. Pfarrerin Diemut Meyer vom landeskirchlichen Segensbüro Blessed Pfalz und ihr Team aus 13 Kolleginnen und Kollegen waren tagsüber auf dem Riesenrad und in der Michaelskapelle im Einsatz - und bis in den späten Abend auch bei den Besuchern an den Wurstmarktständen. “Dort sind sie mit Menschen ins Gespräch gekommen und haben ihnen auf Wunsch Segen zugesprochen”, berichtete Meyer. Besonders erfreulich sei diesmal die große Zahl spontaner Begegnungen, Segnungen und Trauungen gewesen. Die Kirche sollte weiterhin die Chance nutzen, über ein solches Veranstaltungsformat Paare mit ihrer christlichen Botschaft zu erreichen, sagte Meyer. Diese müsse auch an neuen und ungewohnten Orten präsent sein.
Rebecca und Sebastian Sieron, die seit 16 Jahren standesamtlich verheiratet sind, holten ihre kirchliche Hochzeit mit Pfarrerin Heike Messerschmitt in der romantischen Kapelle auf dem 147 Meter hohen Michaelsberg am Wurstmarktgelände nach. Ihre 15-jährige Tochter Sophie und Angehörige begleiteten sie. “Das passt gut, denn standesamtlich haben wir in der Adenauerkapelle in Speyer geheiratet - und wir wollten das nun kirchlich auch in einem Sakralbau tun,” sagte Rebecca Sieron.
Auf dem Riesenrad heirateten Yvonne und Sven Schmalenberg samt Sohn Leon kirchlich in Gondel 1. “Wir sind schwindelfrei und haben uns daher gern fürs Riesenrad entschieden ”, sagte Ivonne.
Ihre Goldhochzeit feierten Dagmar und Erwin Schmidt in der Nachbargondel. “Wir lassen uns von unserer Pfarrerin Monika Minor hier den Trausegen geben. Das letzte Mal waren wir vor rund 40 Jahren auf dem Wurstmarkt”, meinten beide gut gelaunt.
Michaela Häckel, die die Paare am Eingang des Riesenrads mit Kollegin Renate Gerth-Petry in Empfang nahm, war von der liebevollen Atmosphäre angetan. “Alle sind fröhlich und voller Erwartungen”, freute sie sich.
Bei den Pop-up-Trauungen und Segnungen in der Ludwigshafener Melanchthonkirche am Lutherturm fanden sich zwölf Paare ein, von denen sich neun kirchlich trauen und drei segnen ließen. Alle Traupaare hatten sich zuvor angemeldet. 36 Paare ließen sich 2024 trauen und segnen. Im Einsatz waren Citykirchenpfarrerin Susanne Schramm und ihre Kollegen Florian Grieb, Frauke Fischer, Theresa Gilcher und Birgit Kiefer.
“Nachdem wir jetzt 13 Jahre standesamtlich verheiratet sind, haben wir heute kirchlich bei Pfarrerin Frauke Fischer geheiratet. Die Melanchthonkirche bietet eine ideale Gelegenheit, das im kleinen Rahmen und in einer richtigen Kirche zu tun”, meinte Birgit Niederberger aus dem Stadtteil Friesenheim, die ihrem Stefan mit kirchlichem Segen das “Ja” gab. Anschließend stießen sie in der Kirche mit ihren Angehörigen bei Sekt auf den Ehebund an.